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Thursday 25 May 2017
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Vertikal vom Kayak

Wenn die Tage kürzer und kälter werden, steige ich allmählich um auf meine beliebteste Angelmethode: das Vertikalangeln vom Kayak. Je kälter das Wasser ist, desto lethargischer liegen die Räuber auf dem Gewässerboden und warten faul auf schnelle Beute. Wobei man aber auch im Sommer jederzeit einen Versuch starten kann. Ein leicht über den Boden hüpfender Köder wird in den meisten Fällen nicht ignoriert. Die Bisse beim Vertikalen vom Kayak sind meiner Meinung nach unschlagbar. Wie aus dem Nichts knallt es in der Rute, die Spitze verschwindet im Wasser, der Anhieb sitzt und der Adrenalinschub ist genial!

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DCIM101GOPROBeim Vertikalen vom Kayak ist es allerdings nicht ganz so leicht wie von einem mit E-Motor ausgestatteten Boot. Die Driftgeschwindigkeit und in vielen Fällen auch Windrichtung muss ganz einfach passen. Eine zu geringe Windstärke kann man gar nicht beeinflussen, bei zu viel Wind kann man die Drift zumindest mit einem Driftsack abbremsen. Ausserdem habe ich festgestellt, dass mein KRAKEN bei hoher Windstärke um Einiges langsamer driftet, als zum Beispiel das COOSA.

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DCIM100GOPRODie Rutenwahl beim Vertikalen ist reine Geschmackssache, ich persönlich habe meistens zwei Ruten an Bord: für kleine Köder und Zielfisch Barsch die Sportex Styx V mit 1,88 m Länge und 30 g Wurfgewicht und für grössere Köder und einen knallharten Anhieb die Shimano Biomaster mit 1,90 m Länge und 15-60 g Wurfgewicht.

Mein Lieblingsköder beim Vertikalen ist der Bait Breath TT Shad in der Farbe Glow / Lime Chart. Andere Köder wie zum Beispiel den Keitech FAT Swing Impact fische ich ebenfalls gerne, der Schwanz hakt sich aber ganz gerne mal alleine, da ich beim Vertikalen meist grössere Haken verwende, wenn ich ohne Drilling fische. Mit 20 bis 25 Gramm Jigköpfen funktioniert eine gute Köderkontrolle in den meisten Fällen, bei stärkerem Wind können es auch schonmal 30 Gramm aufwärts sein.

Die Technik ist ebenfalls von Angler zu Angler verschieden, ich lupfe den Köder lediglich ganz kurz aus dem Handgelenk und lass ihn dann wieder kontrolliert absinken. Die Bisse kommen meistens, sobald der Köder den Boden berührt und für 1 bis 2 Sekunden dort liegen bleibt. Die grössten Chancen auf Erfolg hat man, wenn man direkt unter einem grossen Futterfisch-Schwarm angelt, dort findet man fast immer die Barsche, Hecht oder Zander.

Vertikalangeln vom Kayak ist eine echt spannende Angelegenheit und ein wenig Geduld wird fast immer belohnt!

www.facebook.com/raeuberstube







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